Knoblauchsrauke

Blühende Knoblauchsrauke.
Blühende Knoblauchsrauke.

In den Laubwäldern im Pfälzerwald, in den Auwäldern am Rhein und in den Wäldern der Rheinebene findet sich genug davon. Pralle Sonne mag sie gar nicht.
Die unteren Blätter des Krauts sind herzförmig und lang gestielt (Daher auch der lateinische Name: petiolatus = gestielt). Die oberen Blätter sitzen am Stängel und ähneln mit ihren Zacken ein wenig den Brennnesselblättern. Mit diesen sind sie aber nicht verwandt. Ihre Wirkstoffe helfen sogar gegen Brennesselquaddeln und auch gegen Insektenstiche.

Vom zeitigen Frühjahr an – bei uns ab Februar – bis in den Spätsommer kann man diese Pflanze als Küchenkraut verwenden, und zwar die Blätter und die weißen Blüten. Die länglichen Samenschoten dienen als Gewürz. Auch die Wurzeln kann man als scharfes Gewürz verwenden. Das Kraut kann man allen Salaten beimischen. Die frischen zarten Blätter schmecken am besten. Sie passen auch sehr gut zu Joghurtsoßen, die auch mit Minzblättern gewürzt werden. Oder man mischt sie zusammen mit Bärlauch und Petersilie zu einem Pesto.

Wenn man sie zerreibt kommt der feine Knoblauchduft zur Geltung (lateinisch: allium = Knoblauch). Der Knoblauchgeschmack ist dezenter als beim Bärlauch, und ein wenig schmecken sie auch nach scharfer Kresse.
Ihren Ursprung hat die Pflanze in Asien, Europa und Nordafrika. Bereits im Mittelalter, als Gewürze sehr teuer waren, wurde sie gerne verwendet, und vermutlich haben Europäer die Pflanze mit nach Amerika genommen. Dort ist sie nun auch ein Einwanderer – ein Neophyt.